Le Phare de Walde
Le Phare de Walde
Avenue de la Mer - 62730 MARCK
Der Leuchtturm Walde zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus: Er ist der letzte erhaltene Metallleuchtturm Frankreichs und markiert die geografische Grenze zwischen Nordsee und Ärmelkanal. Er wurde 1859 in Betrieb genommen. Die Küste östlich des Hafens von Calais war aufgrund zahlreicher Sandbänke gefährlich für Schiffe. Der Bau eines Leuchtturms war daher notwendig – und kompliziert! Der sandige, von den Gezeiten überflutete Meeresboden machte den Bau eines Steinleuchtturms unmöglich. Ingenieure nutzten daher die von dem irischen Ingenieur Alexander Mitchell entwickelte Schraubpfahlmethode. Diese Pfähle passen sich weichem Untergrund an und halten ihm stand. Zudem ist diese Art von Leuchtturm schnell und kostengünstig zu errichten als ein Steinleuchtturm. Metallleuchttürme waren weit verbreitet, bevor sie außer Gebrauch gerieten. Der Leuchtturm Walde ist das einzige erhaltene Beispiel dieser Erfindung! Ursprünglich besaß der Leuchtturm Walde eine Plattform mit einem Balkon um die Laterne. Ab 1897 wurde das Lichtsignal automatisiert. Damals war der Leuchtturm 18 Meter hoch und ragte an seiner höchsten Stelle 11 Meter über den Meeresspiegel. Der Leuchtturm ist seit 2001 außer Betrieb, doch seine Silhouette ragt weiterhin stolz am Strand von La Huchette empor. Er ist ein beliebtes Fotomotiv. Je nach Gezeitenstand ist er mal vom Wasser umgeben, mal hebt er sich am Horizont vor einer weiten Sandfläche ab. Die Einwohner von Calais XXL hängen sehr an ihrem Leuchtturm Walde! Seit 2022 steht er unter Denkmalschutz, und es besteht ein klares Bekenntnis zu seinem Erhalt vor der größten Bedrohung: der Korrosion.